Meine Pfotenpost Beitrag 1

 

Thema:

„Hund nicht mehr allein zu Haus“

Frauchen nicht weg, Herrchen nicht weg, Kinder nicht weg, uuuuuund unser Hund ist jetzt immer dabei. Sicher, in dieser für uns alle nicht leichten Lebenssituation ist die tägliche Nähe unserer Hunde noch willkommener denn je 🙂

Was macht es aber mit unseren Vierbeinern, wenn wir von gleich auf gestern die Rituale unterbrechen müssen, nicht mehr wie gewohnt um die selben Zeiten Spaziergänge machen, Futter wird wohl möglich zu anderen Zeiten angeboten, Frauchen und Herrchen sind zu ungewohnten Zeiten zu Hause, Kinder sind zuerst daran, und Hund wuselt um alle herum.

Zu Zeiten wo der Hund eigentlich alleine ist, sind AAAAALLLLLEEEE da!

Wenn wir Urlaub haben ist das ja für eine begrenzte Zeit auch so, dass die Familie zusammen ist. Wir strahlen in dieser Situation allerdings mehr Freude, Entspannung und gute Laune aus 🙂

Fällt uns jetzt in dieser schwierigen Zeit nicht ganz so leicht. Daher ist es für unsere treuen Begleiter nicht immer einfach, uns richtig zu verstehen.

Zur Zeit „lernt“ der Hund, meine Menschen sind immer da, beschäftigen sich mehr mit mir, und lassen auch mal „fünfe“ gerade sein. Der Schlaf, den auch unsere Vierbeiner dringend brauchen, kann im Moment auch zu kurz kommen! Aus Hundesicht ist das für den wiederkehrenden Alltag schon nicht leicht, wieder mental in die Ruhe zu kommen, sich hinzulegen um zu schlafen und zu warten, bis Herrchen oder Frauchen wieder da sind.

Also weiterhin zuversichtlich sein, nach vorne schauen und unsere Fellnasen auch für die Zeit DANACH schon JETZT wieder auf den normalen Alltag mit Gelassenheit und Ruhe, „vorbereiten“.

Dazu bitte gewohnte Futter- und Schlafplätze NICHT verlegen.

Eine Idee ist, zum Beispiel zum nachmittags Kaffee den Hund mal im Wohnzimmer alleine lassen, und ohne ihn in den Garten gehen, auf die Terrasse oder den Balkon.

Gerne mal den Spaziergang OHNE den Hund machen.

Hilfreich ist es auch, wenn die Familie mal alleine die Mahlzeiten einnimmt, der Hund macht Pause dort, wo er seine Menschen NICHT sehen kann.

Dies bitte alles OHNE Hörzeichen tun, also nonverbale Kommunikation. Den Hund „vergessen“ dort wo er bleiben soll. Es reichen kurze Momente! Sollte der Hund laut sein, weil er wieder zu den Menschen möchte, bitte unbedingt warten bis er leise ist, dann die Tür  wieder öffnen, ohne Kommentar. 

Wer gerade einen Welpen zu Hause hat, ist es auch wichtig das Alleinsein  zu üben.  Nach der Eingewöhnungszeit im neuen Zuhause, schon mal das  Hundebaby einige Minuten in einem Raum allein lassen. Nach kurzer Zeit wieder in den Raum gehen, sich dann um den Welpen kümmern. So lernt er Schritt für Schritt……….meine Menschen kommen ja wieder. 🙂

Wer mit einem Tierschutzhund zu Hause lebt, den berate ich sehr gerne per Telefon zu diesem Thema. Das Alleinsein ist da in der Regel für diese Hunde nicht so zu üben wie z.B bei einem Welpen.

Unsere Seniorenhunde haben es u. U. noch schwerer, sich mit neuen Situationen auseinander zu setzen. Die „Liebchen“ brauchen viel mehr den Erhalt der Rituale und können mit Unterbrechungen eher schlechter umgehen. Das gilt besonders für Hunde mit Schmerz begleitenden gesundheitlichen Problemen. Ich stehe Ihnen da sehr gerne für Fragen zur Verfügung.

Die Kinder freuen sich, wenn jetzt der Hundekumpel gaaaaaannnnzzz viel da ist. 🙂

Gerade jetzt, im täglichen Zusammensein, kommt hier besonders die Ruhephase für den tierischen Freund zu kurz! Aus meiner Erfahrung, in der Eltern-Kind-Hund Beratung, kann man den Kindern gut erklären, dass auch Hunde eine Pause machen müssen. Die Kinderzimmertür zum Spielen hin und wieder mal schließen, damit die Kinder für sich sind. Werden die Kinder von den Eltern in Ruhephasen geschickt, z B.: auf dem Bett mal lesen, oder am Tisch sitzen und malen, dann können die Kinder auch für ihren Hund eine Hundedecke ausbreiten, und der Vierpfot wird dann von den Eltern auf diese Decke geschickt. Man ist zusammen, Kind und Hund machen unter Aufsicht der Erwachsenen eine gemeinsame Auszeit. Auch das langsame Gehen in der Wohnung ist ein wichtiger Tipp, damit der hündische „Spielkamerad“ nicht das Hinterherjagen von Kindern lernt!

Hoffe, diese kleinen Tipps sind für den einen oder anderen von Ihnen hilfreich. Freue mich, wenn es Ihnen gefällt.

Nun ALLEN weiterhin beste Gesundheit.

Bis nächsten Sonntag.

Ihre Hundefreundin

Susanne Wandycz

Kontaktdaten für Ihre Fragen.

0173 – 62 62 271, gerne auch über WhatsApp oder über info@susannewandycz.de

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